Sinnspiel

SinnSpiel ist eine Theatergruppe, die 2014 gegründet wurde und in Zürich beheimatet ist. SinnSpiel interessiert sich für dokumentarisches Theater, sucht nach alternativen Bühnensituationen und erforscht die Rollenverteilung zwischen Zuschauen und Spielen.

Nacht der Demokratie

Demokratie? Wie schmeckt sie eigentlich?

Sieben Menschen am gedeckten Tisch im Zwinglizimmer. Vor ihnen ein Leitfaden für ein Abendmahl im kleinen Kreis. Durch ein interaktives Abendessen erkunden wir spielerisch den Kultus der Demokratie.

Die Nacht der Demokratie ist ein interaktives Abendessen im kleinen Kreis. Zusammen mit den Vorspeisen werden Fragen, Spiele und Aufgaben serviert. Die Tischgesellschaft lernt sich spielend und diskutierend näher kennen. Bis der Hauptgang kommt, sind sie eine regelrechte politische Gemeinschaft.

Das gemeinsame Znacht regt an, sich Gedanken zu machen über unser politisches System und unseren persönlichen Umgang damit.

Die Nacht der Demokratie ist ein Mahl zum Mitmachen, ein vergnügliches Experiment.

Daten

16.2.2018 - 20:00 Uhr
22.2.2018 - 20:00 Uhr

Der Eintritt beträgt 50 CHF. Darin enthalten sind ein Abendessen (vegetarisch, vegan möglich), sowie alkoholische und nicht-alkoholische Getränke.

Aufführungsort

Zwinglistube in der Helferei
Kirchgasse 13, 8001 Zürich (Google Maps)

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Eindrücke Teilnehmender

Die anfängliche Skepsis, sich mit wildfremden Personen über persönliche Ansichten zu Politik, Kultur und Gesellschaft auszutauschen, wich schnell dank der interaktiven, lockeren und humorvollen Gestaltung des Skripts. [...] Der Abend war ein ganz spannendes Abenteuer, mitsamt interessanten Gesprächen, Einsichten und, mittlerweile sehr vertrauten Bekanntschaften.

Wir waren alle in der gleichen Situation, alle waren wir etwas verwirrt. Dadurch hat sich schnell ein Gefühl der Gemeinschaft herausgebildet. Ausserdem erinnere ich mich daran, wie ich mein eigenes Verständnis von Demokratie angefangen habe zu hinterfragen. Ich bin in der Schweiz sozialisiert worden und werde regelmässig dazu aufgefordert, durch Abstimmungen und Wahlen an der Demokratie teilzuhaben. Wer beeinflusst mich dabei und wie? Inwiefern bin ich mir bewusst, dass ich beeinflusst werde? Was kann ich tun um diese Beeinflussungen zu dekonstruieren und mir eine wirklich ‘eigene’ Meinung zu bilden? Was ist der Einfluss von Demokratie auf meine Individualität und umgekehrt?

Skurriles Entrée mit abgezählten Häppchen und einem „Fahrplan“ mit Anweisungen, die bald nicht mehr befolgt werden mochten. Schliesslich sind wir mündige Menschen. Wie viel Manipulation lasse ich zu? Spielerisch mit den Vorgaben, Fragen und Themen umgehen. Beim Austauschen von Erfahrungen, in der Diskussion um die vorgegebenen Themen waren Äusserungen der unterschiedlichen Generationen, die Herkunft, die Sprache der Teilnehmerinnen und Teilnehmer höchst interessant. Für mich war das Interagieren der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr spannend. Spannend auch die Reaktionen auf etwas provokative oder humorige Äusserungen.

Personen

Eva Mann

Zunächst Studium der Germanistik und Philosophie in Basel und Tübingen, anschliessend Regieausbildung (MA Theatre Director) an der East 15 Acting School in London und GITIS Moskau. Seither in der Schweiz Produktionen in der freien Szene (Playades, SinnSpiel), und Arbeit mit Laien (Theater Buochs, Bühni Wyfelde, Freilicht Schwarzenburg). Mit Stückehunger und Reiselust unterwegs: drei Stücke am Edinburgh Fringe, Romeo & Julia in Chekhovs Geburtsstadt Taganrog, Got, Mentsh und Tayfl mit dem New Yiddish Rep NYC und My dress is my choice mit dem Forum Theatre Nairobi. www.evamann.ch


Robert Salzer

geboren in Zürich, Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Zürich (lic.oec.publ.), dann Regie-Ausbildung (CAS Regie mit nichtprofessionellen Darstellenden) an der Zürcher Hochschule der Künste. Gründer des Studententheater Zürich (StuThe), erste Inszenierungen im Theatersaal der Universität Zürich Irchel, Regie- und Dramaturgiehospitanzen am Stadttheater Freiburg im Breisgau. Seither freier Regisseur: Mehr als Sex brauche ich nicht, eine Assoziation zu Shakespeares Othello. (Kulturfabrik Moabit Berlin); Vorsicht, Trinkwasser (DLG Balsthal); Wie viel Judentum brauche ich? (Sinnspiel, Kulturmarkt Zürich)


Mathias Hannus

geboren in München, Magisterstudium in Philosophie, Musikwissenschaften und Germanistik an der LMU München. Regiassistent am Bayerischen Staatsschauspiel München sowie Regisseur und Regieassistent am Staatstheater Karlsruhe. 2014 Nominierung als Bester Deutscher Nachwuchsregisseur in der Theater Heute für die Uraufführung von Irgendwann In Der Nacht am Staatsheater Karlsruhe. Nach einer Zeit als freier Regisseur in München, als Gründungsmitglied und Mitwirkender bei der Münchner Theater-, Tanz- und Performancereihe schnell&schmutzig. Zuletzt Künstlerischer Produktionsleiter und Referent der Schauspieldirektorin am Theater Augsburg. Seit September 2017 Student Master Theater Regie an der ZHdK Zürich. (Foto: Nik Schölzel)

Bisherige Projekte

Wie viel Judentum brauche ich?

Vier Menschen befassen sich auf der Bühne mit ihrem Judentum, das für alle etwas ganz anderes bedeutet. Anekdotisch, persönlich, widersprüchlich, offen. Sie fragen uns: Wie hast Du’s mit der Religion? Eine Versuchsanordnung über den Umgang mit Glauben, Identität und Herkunft anhand des Mikrokosmos Judentum. Mehr...